Kanzlei Hoffmeister, Rechtsanwältin, Mediatorin

Mediation

Sie sind mit jemandem in einen Konflikt geraten und möchten diesen nicht vor Gericht austragen? Es ist Ihnen aber alleine nicht möglich diesen Konflikt zu lösen?

Sie haben mit jemandem (Geschäftspartner, Freund, Kollege) Streit, den Sie durch den Streit nicht verlieren möchten, wollen aber auch, dass dieser Streitpunkt geklärt wird?

Dann könnte Mediation die Lösung für Ihr Problem sein.

 

Was ist Mediation

Theoretische Erklärung

Mediation ist

  • ein vertrauliches und strukturiertes Verfahren
  • bei dem Parteien mithilfe eines Mediators
  • freiwillig und eigenverantwortlich
  • selbst eine einvernehmliche Beilegung ihres Konflikts anstreben.

 

Praktische Erklärung

Was Mediation ist und welche Vorteile sie mit sich bringt wird durch die Geschichte mit der Orange klar und deutlich.

Zwei Kinder streiten sich in der Küche um die letzte Orange. Die Mutter hört die Kinder schreien und kommt in die Küche. Auf die Frage der Mutter weshalb sich die Kinder streiten, antworten beide Kinder jeweils, dass sie die Orange unbedingt brauchen würden. Der erste Vorschlag der Mutter die Orange einfach in zwei Hälften zu teilen, wird von beiden Kindern abgelehnt. Die Mutter, eine ausgebildete Mediatorin, überlegt kurz und fragt dann die Kinder nacheinander weshalb sie die Orange unbedingt haben möchten und was sie damit machen möchten. Sie lässt jedes Kind in Ruhe erklären und ausreden. Nachdem jedes Kind ausreichend Zeit hatte zu erklären was es denn mit der Orange machen möchte und warum gerade es selbst die Orange dringend braucht, möchte das jüngere Kind einen Vorschlag machen. Es schlägt vor, dass das ältere Kind den Saft der Orange bekommt und es selbst die Schale der Orange erhält. Das ältere Kind wollte nämlich einen Orangensaft trinken und hat dafür den Saft der ganzen Orange gebraucht. Das jüngere Kind wollte mit der Schale der Orange einen Kuchen backen und hat dafür die Schale der gesamten Orange gebraucht. Dadurch das die Mutter jedem Kind die Gelegenheit gegeben hat in Ruhe zu erklären wozu es die Orange braucht und weshalb eben nicht nur die Hälfte reicht, hat die Familie selbst eine Lösung gefunden, welche nicht nur von allen Parteien als gerecht empfunden wird, sondern auch den Bedürfnissen der Parteien entspricht.

 

Wie läuft ein Mediationsverfahren ab?

  1. Stufe: Vorlaufphase

Nach einer ersten Kontaktaufnahme zwischen den Parteien und der Mediatorin, führe ich ein Telefonat mit den Beteiligten und lasse mir eine kurze Schilderung des Konfliktes zusenden. Dann wird ein Termin für die erste Sitzung vereinbart.

 

  1. Stufe: Auftragsklärung

Diese Phase dient dem gegenseitigen Kennenlernen. Sie sollen für sich feststellen können, ob Sie Mediation als den richtigen Weg für sich sehen. Es wird bei Bedarf erläutert was Mediation ist, wie diese abläuft und welche Aufgabe die Mediatorin hat. Dann wird ein Meditionsvertrag geschlossen. Dieser regelt die Dauer und Kosten der Mediation, sowie die Verschwiegenheit des Mediatorin.

 

  1. Stufe: Themensammlung

In dieser Stufe wird den Parteien die Möglichkeit gegeben den Konflikt aus ihrer Sicht darzustellen. Danach wird geklärt welche Themen während des Mediationsverfahrens besprochen und geregelt werden sollen.

 

  1. Stufe: Interessenklärung

Hier wird ermittelt welche tatsächlichen Interessen hinter den Positionen stecken. Die tiefere Bedeutung der Streitpunkte für jede Partei und die dahinter verborgenen Wünsche und Interessen werden erarbeitet. Denn nur wenn Ziele und Wünsche erkannt und artikuliert werden, können sie auch berücksichtigt werden.

 

  1. Stufe: Lösungsoptionen

In dieser Phase werden möglichst viele Lösungsmöglichkeiten erarbeitet. Danach werden diese bewertet und einige gegebenenfalls wieder aussortiert.

 

  1. Stufe: Verhandeln

Hier werden gegenseitige Angebote zur Lösung der Konfliktpunkte unterbreitet und verhandelt.

 

  1. Stufe: Vereinbaren

Abschließend wird zusammen eine Vereinbarung erarbeitet. Diese Vereinbarung kann schriftlich abgefasst und unterschrieben, notariell beurkundet oder auch nur mündlich geschlossen werden. Dies hängt davon ab was die Parteien wünschen und ob es rechtliche Erfordernisse gibt, die einzuhalten sind.

 

  1. Stufe: Nachgespräch

Auch nach dem Abschluss der Vereinbarung bleibe ich Ihre Ansprechpartnerin. Bei evtl. neu auftretenden Schwierigkeiten oder Veränderungen der zugrundeliegenden Verhältnisse kann eine Anpassung in Betracht kommen. Auch hierbei bin ich Ihnen gerne behilflich.

 

 

Was ist die Rolle der Mediatorin?

Die Mediatorin hilft den Parteien die Themen, die bearbeitet werden sollen abzustecken. Sie unterstützt die Parteien ihre Interessen und Bedürfnisse darzustellen. Eine Mediatorin ist unabhängig und neutral. Sie leitet die Parteien durch den Mediationsprozess. Sie hat keine Entscheidungsbefugnis. Diese haben grundsätzlich die Parteien. Die Mediatorin wird für alle Konfliktparteien tätig und dient allen gleichermaßen. Sie ist zur Verschwiegenheit verpflichtet.

 

Was sind die Grundsätze der Mediation?

  1. Freiwilligkeit

    Die Teilnahme an einem Mediationsverfahren ist grundsätzlich freiwillig. Das bedeutet,

    1. die Parteien nehmen freiwillig an dem Mediationsverfahren teil,

    2. die Medianten können jederzeit das Mediationsverfahren beenden,

    3. der Mediator kann jederzeit das Mediationsverfahren beenden,

    4. es steht den Medianten frei eine Vereinbarung abzuschließen.

  1. Eigenverantwortlichkeit der Konfliktparteien

  2. Die Parteien treten für sich selbst ein, stellen ihre Sichtweise dar und treffen alle Entscheidungen bezüglich des Mediationsverfahrens selbst.

  3. Offenlegung

  4. Es muss für jede Partei möglich sein sämtliche Informationen, die entscheidungserheblich sind in ihrer Tragweite zu erkennen und zu gewichten.

  5. Vertraulichkeit

    Der gesamte Mediationsprozess ist vertraulich. Ein gutes Verhandlungsklima kann nur entstehen, wenn eine gewisse Vertraulichkeit gegeben ist. Der Grundsatz der Vertraulichkeit gilt sowohl für die Medianten als auch für die Mediatorin.

  1. Neutralität

    Ein Mediator ist unabhängig und neutral. Er hat keine Entscheidungsbefugnis. Diese haben die Parteien. Der Mediator wird für alle Konfliktparteien tätig und dient allen gleichermaßen.

 

Was kostet das Mediationsverfahren?

Das erste Vorgespräch wird pauschal mit 50 € (zzgl. ges. MwSt.) vergütet. Es bleibt aber kostenfrei, wenn eine Mediation zustande kommt. Das Vorgespräch dient zur Klärung, ob die Mediation für die Parteien und diesen Streitgegenstand das richtige Verfahren ist.

Für die Mediation mit einer Mediatorin ist ein Honorarsatz von 80 € (zzgl. ges. MwSt.) pro Stunde üblich. Bei Beteiligung einer weiteren Mediatorin werden die Kosten gesondert vereinbart. Um Ihnen den Zugang zur Mediation zu ermöglichen, stehe ich variablen Preisgestaltungen offen gegenüber.

Für die Formulierung der Abschlussvereinbarung wird – je nach Aufwand und Bedarf - eine Vergleichsgebühr nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) berechnet, die sich nach dem Gegenstandswert bemisst.

Kontakt

Rechtsanwältin
Sonja Hoffmeister

Hanauer Strasse 10
63674 Altenstadt

Telefon: 06047 / 98 28 560
Telefax: 06047 / 98 28 418

Email: info@kanzleihoffmeister.de